nennt Felix Philipp Ingold seine Erinnerungen an den tschechischen Dichter Jan Skácel.
Er gab sie mir zur Veröffentlichung und so finden sich die Randgänge mit Jan Skácel auf der FPI gewidmeten Seite www.lyriktext.de

Ein Gedicht von Jan Skácel, PragJan Skácel ist in Deutschland durch die Übersetzungen von Reiner Kunze und Felix Philipp Ingold bekannt geworden. Er arbeitete beim Rundfunk und dichtete. Seine Gedichte waren lange verboten und konnten erst spät in der Tschechoslowakei veröffentlicht werden. Er starb im November 1989, kurz vor den dramatischen Ereignissen, welche einen anderen Dichter im Lauf der Samtenen Revolution zum Präsidenten des Landes machte, Vaclav Havel.


Das Photo zeigt ein Gedicht von Jan Skácel, aufgenommen von Daniel Baranek.

steht auf dem Grabkreuz des Dichters Marek Hlasko auf dem Wiesbadener Südfriedhof.
Geschmückt ist die Grabstelle mit roten und weißen Blumen, den Farben Polens.
Marek Hlasko wurde nur 35 Jahre alt, lebte ein verzweifeltes Leben und starb 1969 in Wiesbaden an einer Schlaftabletten-Vergiftung.
Seine Erzählungen (“Der achte Tag der Woche”, “Alle hatten sich abgewandt” und andere) wurden ins Deutsche übersetzt und bei uns gelesen. In seiner Heimat Polen, aus der ausgewiesen wurde, wurden seine Werke nicht gedruckt.
So zornig wie seine Helden, so verzweifelt und gescheitert – so lebte auch er.

Heute gibt es keine seiner Romane und Erzählungen mehr im Buchhandel, der Film “Der achte Wochentag” ist in Vergessenheit geraten, wer kennt ihn noch?

Als Schülerin las ich seine Bücher, am stärksten beeindruckte mich wohl “Alle hatten sich abgewandt”, die Verzweiflung, die Heimatlosigkeit – das ging mir nahe.
Ich erinnere mich auch an einen Mann in einem langen Regenmantel, der alleine und finster an der Theke im Wiesbadener “Jazzhaus” stand. “Das ist der polnische Dichter” flüsterte mir ein Kumpel zu, als ich nach dem Unbekannten fragte.

Dann sah ich auf dem Wiesbadener Südfriedhof sein Grab und fortan brachte ich ihm Blumen, wenn ich das grosselterliche Grab aufsuchte, manches Mal kam ich auch nur bis zu seinem Grab.

All das kam mir wieder in Erinnerung, als Hania Zdrojewska in einer Mail anfragte, ob ich ihr den Weg zu seinem Grab auf dem Wiesbadener Friedhof nennen könne. Das konnte ich nicht, aber das Friedhofsamt gab Auskunft und so konnte die polnische Germanistikstudentin das Grab aufsuchen.

Sie sandte mir Photos vom Grab und einen Plan des Friedhofs. Nun werde ich bei meinem nächsten Besuch in der alten Heimat sein Grab wiederfinden.
Südfriedhof

Ich wurde um eine Ankündigung gebeten und komme dieser Bitte sehr gerne nach:

David Philip Hefti

Bergwärts – 3 Aggregatzustände für Sopran, Flöte, Violine, Violoncello und Klavier nach einem Gedicht von Felix Philipp Ingold

Ich wäre sehr gerne in der Schweiz an diesen Tagen!

Die Webseite des Komponisten:  http://www.davidphiliphefti.com/

Aufführungen:

Samstag, 04. September 2010, 19:30
Zürich [CH] Kulturhaus Helferei

Sonntag, 14. November 2010, 17:00
Basel [CH] Gare du Nord

Ensemble Amaltea:

Sylvia Nopper, Sopran
Isabelle Schnöller, Flöte
Keiko Yamaguchi, Violine
Judith Gerster, Violoncello
Eva Schwaar, Klavier

Die Webseite des Ensembles: http://www.ensemble-amaltea.ch/

Oleg Jurjew: Die russische FrachtDieses Buch wurde interessant besprochen, wurde gelobt und herausgestrichen und nicht zuletzt wurde aus ihm bei der letzten Greifswalder Kulturnacht im Antiquariat Rose vorgelesen.

Der Klappentext stellte es in den gleichen Zusammenhang wie der belesene Antiquar, rückte es in die Nähe von “Die Reise nach Petuschki”.

Es wurde übersetzt von Elke Erb und Olga Martynova, gelobt von Ilma Rakusa in der Zeit.

Aber auch diese Dreierbande half nicht: ich fand nicht in das Buch. Ich fand den Witz nicht und stand auf so manchem Schlauch, obwohl ich doch ansonsten in russischer Kulturgeschichte nicht unbewandert bin.

Ich sollte es einfach nur zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal hervorholen.

Oleg Jurjew: Die russische Fracht: Roman
Gebundene Ausgabe: 220 Seiten
Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (23. Februar 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3518420763
ISBN-13: 978-3518420768
Originaltitel: Vineta

Der Inhalt, wie er auf der Verlagsseite steht:

Vor Kriminellen, die ihm nach dem Leben trachten, flieht Weniamin Jasytschnik im Petersburger Hafen auf ein ukrainisches Frachtschiff. Ein Gespensterschiff, wie sich herausstellt, das u. a. Weniamins buntgescheckte Vergangenheit in Gestalt äußerst lebendiger Leichen an Bord hat. Mit von der Partie: ein singender Kapitän und sein Vielvölkerteam, dazu: ein estnischer Grenzer, eine in Polen verlorene russische Priesterbraut, ein deutscher Spion, der durch einen Oligarchen zu Reichtum gekommen ist … Die abenteuerliche Reise des Weniamin Jasytschnik beginnt. Wohin führt sie? Nach Vineta vielleicht, in die versunkene, märchenhaft glückliche und reiche Stadt in der Ostsee – eine enge Verwandte Petersburgs, wie sich überraschend erweist. Zar Peter der Große wirkt mit, als »fliegender Holländer« und Herkules des Nordens zugleich. Und endlich kann sich der nostalgische Held von den Verstrickungen seiner spätsowjetischen Kindheit und Jugend befreien.

Vineta, Usedom, St. Petersburg – es half nichts…

Antiquariat Rose in GreifswaldAuf meiner Lokal-Seite Gribowski.de habe ich das Antiquariat des Herrn Rose schon vorgestellt, ich möchte dies aber trotzdem auch hier vorstellen, denn dieses Antiquariat gehört zu den wirklich guten Geschäften in Greifwald für Bücherfreunde!

Ich wurde an­ge­lockt durch die Teil­neh­me des rüh­ri­gen Herrn Dr. Rose  an der Greifs­wal­der Kul­tur­nacht im letz­ten Herbst, als er Aus­zü­ge aus rus­si­scher Li­te­ra­tur vor­stell­te, Vic­tor Jer­o­fe­jew, Oleg Jur­jew und Ve­ne­dikt Jer­o­fe­jew.

Nun habe ich das Ge­schäft auf mei­nem “Ein­kaufs­plan”, so­bald ich wie­der nach Greifs­wald komme. Bis dahin blät­te­re ich im Ka­ta­log auf der Web­sei­te des An­ti­qua­ri­ats www.​pomeranica.​de oder schmö­ke­re im Blog Äther­flü­gel und Pflas­ter­stie­fel.


An­ti­qua­ri­at & Buch­hand­lung Dr. Ul­rich Rose, Stein­be­cker­stra­ße 20, 17489 Greifs­wald, Post­fach 1106, 17464 Greifs­wald

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